Location Based Services: friendticker vs. foursquare

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24 Mrz Location Based Services: friendticker vs. foursquare

Location Based Services als mobile Anwendungen erfreuen sich mit dem steigenden Verkaufszahlen von Smartphones wie iPhone, Android und Nokia immer größerer Beliebtheit. Im amerikanischen Markt konkurrieren im Bereich der lokalen Statusmeldungen Gowalla, Brightkite, Yelp und foursquare miteinander und jeder Anbieter hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Diese durchdringen auch mehr und mehr den deutschen Markt, so dass nun auch nationale Firmen das Potential und die Bereitwilligkeit der Bekanntgabe des aktuellen Aufenthaltsortes durch Check-Ins erkannt haben.

Ich bin hier, wo bist du?

Das Grundprinzip dieser mobilen Location Based Services ist ganz einfach, als Besitzer eines Smartphones kann ich meinen Freunden und Kontakten mitteilen, wo ich mich gerade befinde. Hierfür wird das GPS-Signal des Gerätes zur Lokalisierung verwendet und übermittelt recht genau den Bestimmungsort. Diese Meldungen können dann über die interne Kommunikation des jeweiligen Services an diejenigen verbreitet werden, die das gleiche System verwenden, oder über Connects an soziale Netzwerke und Microblogging Dienste wie Facebook oder Twitter auch extern kommuniziert werden. Die Intention dabei ist zum einen seine Freunde auf dem Laufenden zu halten, wo man sich befindet und zum Beispiel eine spontane Verabredung zu treffen, wenn man sich gerade gleichzeitig in der Nähe aufhält. Zum anderen bietet es die Möglichkeit Tipps und Empfehlungen von Restaurants, Bars, Shops und vielem mehr abzugeben, so dass die eigenen Kontakte neue Lokale oder Orte kennen lernen können.

Bürgermeister wollen Spass

Um die Motivation der Beteiligung zu erhöhen hat foursquare im Wettbewerb mit den anderen Anbietern sich einen entscheidenen Vorteil verschafft: Den Spassfaktor! Denn mehrmaliges Einchecken wird belohnt mit dem Titel des Bürgermeisters/Mayors oder anderen Badges, sowie Punkte pro Check-In und einer etnsprechenden Rankingliste, die von Woche zu Woche neu gezählt wird. Dadurch habe ich persönlich andere ähnliche Apps von meinem iPhone verbannt und erfreue mich hin und wieder einigen Battles mit anderen foursquare Usern.

Der Vorteil des Check-In(centive)

In den USA werden diese Services bereits intensiv zur Vermarktung und Incentivierung eingesetzt, so dass z.B. ein mehrfacher Check-In bei Coffee Shops mit einem Gratis-Kaffee belohnt werden. In Deutschland ist der Einsatz gewohnt noch zurückhaltend, aber auch hier zeigen sich einige interessante Anwendungsbeispiele, wie „Die Woche des Mayors“ von Vodafone oder einzelne kleinere Cafés, wie das Café Aki oder das Five Monkeys in Berlin. Es ist sozusagen eine Übertragung der beliebten Bonuskärtchen, bei denen nach 10 Stempeln ein Gratis-Getränk oder -Essen dazu dienen soll, die Kunden an sich zu binden. Durch mobilen Anwendungen entsteht jedoch ein zusätzlicher und ganz entscheidener Mehrwert, da diese digitalen Bonuskärtchen nicht im Porte-Monnaie versteckt bleiben, sondern über soziale Netzwerke verbreitet und sogar auch von Suchmaschinen erfasst werden. Somit werden durch öffentliche Statusmeldungen und Ortsbekanntgabe in kürzester Zeit, Services, Angebote und Special Promotions wesentlich weiter getragen, als die persönliche Mund-zu-Mund-Propaganda es schaffen könnte.

friendticker startet in und aus Deutschland

Screenshot friendticker Closed Beta

Screenshot friendticker Closed Beta

Mit friendticker dringt nun auch ein deutsches Unternehmen in den Markt der Location Based Messages. Einem kleinen Nutzerkreis wurde Anfang März der Zugang zur Closed Beta des Portals sowie das dazugehörige iPhone App zum Testen zur Verfügung gestellt. Bislang hat mich das Testen von friendticker sehr überzeugt. Bugs und Schwächen der Beta-Version aussen vor gelassen, erscheint friendticker als sehr gut durchdachtes System mit einem überzeugendem Konzept dahinter. Die Incentivierung steht hier wesentlich stärker im Vordergrund und das Sammeln von Punkten oder Auszeichnungen ist mit direkter und individueller Bonifikation verbunden. Zum Beispiel erhält man für das 10-malige Einchecken in beliebigen Kinos eine DVD oder mehrfachen mobilen Anmelden in Fitness-Studios einen Probe-Tag mit einem Personal Trainer. Die Attraktivität für deutsche Unternehmen wird durch den nationalen Bezug sicher erhöht und die Plattform macht bisher einen zuversichtlichen Eindruck, eigene Incentives als Firma dort anzubieten. Meiner Meinung nach birgt friendticker eine Menge Potential und bin sehr gespannt, wie diese Anwendung nach dem offiziellen Launch angenommen wird. Die Einsatzmöglichkeiten sind jedenfalls enorm!

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