Massive Änderungen der Privatsphäre Einstellungen: Gerät Facebook unter Druck?

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23 Aug Massive Änderungen der Privatsphäre Einstellungen: Gerät Facebook unter Druck?

Die stärkste Kritik am weltweit größten Social Network Facebook war bislang immer der datenschutzfeindliche Umgang mit der Privatsphäre. Im Vergleich zu anderen Netzwerken bot es zwar schon länger sehr umfangreiche Optionen zum Einstellen, was wie und an wen veröffentlicht wird. Aber die Einstellungen sind sehr versteckt und für die meisten Nutzer kaum zu finden. In diversen Unterebenen und selten wirklich generisch beschrieben, versteckten sie sich in der obersten, rechten Ecke. Nun kündigt Facebook an, die Einstellungen für die Privatsphäre transparenter zu machen.

Privatsphäre Einstellungen schnell verfügbar

Die Optionen für die Privatshpäre sind zukünftig deutlich besser zu sehen und zu erreichen. Auf der Bearbeitungsseite für das persönliche Profil befindet sich auf der rechten Seite eine Auswahlbox, welche der Daten öffentlich, privat oder individuell sichtbar sein sollen.

Mehr Auswahl bei Status Updates

Die Box für Status Updates wird offenbar nicht nur erweitert durch Facebook Places, sondern auch mit einer besseren Kennzeichnung der möglichen Kreise, die den Beitrag sehen dürfen. Diese Funktion ist nicht neu, aber bislang wurde sie nur mit einem simplen Schloss-Symbol neben dem Teilen-Button dargestellt.

Freigabe von Foto Markierungen / Tagging

Endlich wird es auch die individuelle Freigabe auf Foto Markierungen geben. Das sogenannte Tagging ermöglicht die Auswahl von Personen aus der Freundesliste, um z.B. ihr Gesicht auf einem Foto zu markieren. Bisher konnte man zwar bereits einstellen, wer zum Markieren berechtigt ist, aber das schützte nicht zwingend vor schlechten oder gar entwürdigenden Aufnahmen. Außerdem waren diese Einstellungen nicht einfach zu finden und viele Nutzer haben diese Möglichkeiten kaum genutzt.

Direkt auf der Foto Seite können die Markierungen ebenfalls freigegeben oder abgelehnt werden.

Auch kann man nun nachträglich Markierungen auch wieder eigenständig entfernen und sogar den Nutzer dazu auffordern, das Foto aus Facebook wieder zu entfernen. Ein gutes Feature, was sicherlich viele Nutzer begrüßen werden.

Tagging von Nicht-Freunden

Eine weitere Neuerung ist das Markieren von Personen mit denen man nicht befreundet ist. Ob es sinnvoll ist, jede beliebige Person auf einem Foto taggen zu können, bleibt abzuwarten. Persönlich sehe ich da schon diverse neue Marketing Kampagnen entstehen, die auf diese Mechanik aufspringen.

Fazit:

Nur einige der neuen Features sind wirklich neu, aber die Einbindung und Erreichbarkeit ist sehr viel besser, als früher. So werden hoffentlich auch wesentlich mehr Nutzer diese Optionen nutzen. Klasse sind aus meiner Sicht, die Anpassungen und Erweiterungen im Photo Tagging. Markierungen persönlich freigeben zu können und direkt die Löschung von Fotos zu beantragen, ist ausgesprochen sinnvoll und nützlich. Fraglich bleibt, was Facebook wirklich dazu bewegt hat, seine bislang eher sture Ignoranz der Nutzerbedürfnisse und -forderungen abzulegen. Vielleicht ist doch was dran, dass die durchaus zahlreichen Abmeldungen und Beschwerden Gehör gefunden haben. Vielleicht ist Google+ auch eine größere Bedrohung, als man bisher angenommen hat. Potential hat es in jedem Fall.

(Quelle + Screenshots: blog.facebook.com)

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