Zeit für einen Neuanfang? Zeit für eine Reflektion.

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02 Jun Zeit für einen Neuanfang? Zeit für eine Reflektion.

Es ist eine dieser Phasen im Leben, bei denen man sich fragt, wo bin ich und wo will ich eigentlich sein. In diesem Zusammenhang meine ich das sehr viel beruflicher, als privat, bevor mir noch jemand Mittellebenkrisen unterstellt. Die letzten 2 Jahre waren so komprimiert, dass mich manchmal das Gefühl erschleicht, es würde für mehr als nur eine Laufbahn reichen. Aus dem gefühlt ewig sicheren Schoß eines internationalen Konzerns entlassen, mit naiver Neugier verbunden und fast kindlicher Risikoscheu in die absolute Freiheit entsandt, waren die Erfahrungen, Eindrücke und Perspektiven der vergangenen 20 Monate überwältigend.

Die Arbeit für Kunden auf der „anderen Seite“ verändert die Perspektive. Sie wird weiter, endloser und objektiver. Internen Befindlichkeiten begegnet man mit Gelassenheit. Ideen füllen sich mit Leben und hinterlassen Spuren, sowohl draußen in der Welt als auch innen beim Ego. Wenn Erfüllung, Spaß und Wir-Erlebnis sich auf der beruflichen Ebene treffen, weiß man, dass man was richtig gemacht hat. Ich danke an dieser Stelle all denjenigen von ganzem Herzen, die an diesem Prozess beteiligt waren, die mich unterstützt und gefördert haben. Es ist einfach ein verdammt gutes Gefühl, getroffene Entscheidungen bestätigt zu sehen.

Was die Zukunft bringt, weiß man nicht. Doch was ich aus den Dingen gelernt habe, dass die Zukunft nicht planbar ist. Sich Ziele zu setzen ist unabdingbar, aber Ziele ggf. nachzujustieren, sich flexibel an Veränderungen anzupassen und offen zu bleiben, ebenso. Insofern blicke ich gelassen und noch neugieriger auf das, was da kommt. Nicht nur Teil einer sich massiv verändernden Gesellschaft mit all ihren Systemen und Facetten zu sein, sondern sie auch mit zu gestalten, macht mich stolz, glücklich und alles andere als ängstlich.

Ich habe mich dazu entschlossen, diesen/s Blog zukünftig anders zu führen. Business und Persönliches vermischt sich in der heutigen Zeit immer tiefer. Die Selbst-Präsentation als Marke oder Unternehmen empfinde ich nicht mehr zweckgemäß. Ich bin mehr als eine Ansammlung von Skills oder Know How. Das Korsett des beruflichen Kommunizierens engt mich ein und nimmt mir die Möglichkeit bei der Themenvielfalt, die mich beschäftigt, weiter zu denken.

Ich fühle, es ist an der Zeit, die scharfe Trennung zwischen Unternehmer, Arbeitnehmer und Mensch aufzulösen.

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